Selbstverantwortung des Patienten:
Grundsätzlich ist sie Voraussetzung für eine effiziente Behandlung. Sie wird aber von den Patienten sehr unterschiedlich wahrgenommen, in der Naturmedizin stark, in der Schulmedizin schwach, je nachdem, für wie wichtig sie vom Behandelnden angesehen und an ihn vermittelt wird.
Die Naturmedizin lebt von den vielen feinen energetischen Signalen, die vom Körper ausgehen (=Diagnostik) und an den Körper gehen (=Therapie), wobei diese Signale im Sinne des biologischen Regelkreises meist vermischt und Voraussetzung für das Angehen einer Therapie sind. Sehr viele naturmedizinische Diagnostik-Methoden beruhen auf solchen Impulsen, z.B. die Kinesiologie, der Biotensor, die Elektro-Akupunktur, die Thermoregulation nach Prof. Rost usw., aber auch Therapie-Methoden arbeiten vielfach nach dem Informations-Prinzip ohne materielle Substanzen, z.B. die Akupunktur, die Homöopathie, die Bioresonanz (neu Bio-Informations-Therapie genannt), die Reflexzonen-Massage, die Akupressur nach Penzel, ferner Atlaslogie, Reiki, entfernter auch Atlaslogie, Osteopathie, Craniosacraltherapie und viele weitere Therapien. Danebst lehrt die Naturmedizin den Patienten und sonst Interessierten (also auch bevor der Mensch krank ist), auf sich zu achten, was ihm gut tut und was nicht. Sie lehrt ihn, sich besser zu spüren und so mit der Natur zusammenzuarbeiten, wobei die allermeisten Therapeuten und Naturärzte das gute Beispiel vorleben. (Achten Sie sich einmal, wieviele von diesen rauchen, sich ungeschickt ernährern, übergewichtig sind, zu wenig Bewegung haben? Sie werden feststellen: Es sind absolute Ausnahmen!).
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Wir gehen gemeinsam den Ursachen auf Grund.
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In der Schulmedizin ist das anders. Sie kommt vielfach ohne enge biologische Tuchfühlung aus, weil sie den Organismus gröber/härter anpackt, ist sie grundsätzlich kaum auf die Mitarbeit des Patienten angewiesen. Leider oder zum Glück sei Ihrer Beurteilung überlassen. So kann ein Patient munter weiterrauchen, seine asthmatische, eitrige Bronchitis und evt. gar Lungenentzündung heilt noch so lange aus, wie sein Körper irgendwelche körperliche Reserven hat, wenn er Antibiotika und Schleimlöser erhält. Müsste er nur mit sanften, umstimmenden Methoden auskommen wie Bronchial-Creme einreiben, Inhalation von ätherischen Ölen, Wickel auflegen, Phyto- und Homöopathie, würde ihm aufgrund der langsamer voranschreitenden Heilung das Rauchen bald verleiden, weil der sonst bald an die Grenze der Lebensfähigkeit und -gefährlichkeit gelangt. Die bewusste, aktive und konsequente gesunde Lebensweise wird von der Grosszahl der Ärzte weder (kennen-) gelernt, noch für sich selbst gelebt, noch dem Patienten vorgelebt. Im Medizin-Studium an der Universität, das oft alles andere als universitär (d.h. alles umfassend, für alles offen) ist, spielt die naturmedizinische Denkweise eine sträflich vernachlässigte Bedeutung (z.B. im Jahr 2002 in Bern laut Angabe eines Komplementär-Mediziners total 4h für die ganze Studiendauer von ca 6 Jahren). Im Rahmen der geistigen Träg- und/oder Sturheit regiert in vielen (auch Mediziner) -Köpfen das Prinzip: Was ich nicht kenne, gibt es nicht. In verschiedenen komplementär-medizinischen Ärztegesellschaften kann der Arzt jedoch sein Wissen und Können auf Kosten seiner Freizeit bei sonst schon meist übermässiger zeitlicher Auslastung nachholen und ergänzen. Als Resultat bleibt ihm dann auch in jenen Fällen ein Erfolg beschieden, in denen andere Nur-Schulmediziner feststellen: „Da kann man nichts machen, mit dem müssen Sie leben".
So spielt die Selbstverantwortung in der Naturmedizin eine wesentliche Rolle. Wenn der Patient gegen die Interessen der Natur bzw. nicht mitarbeitet, fruchtet die Behandlung oft nicht oder nur sehr langsam. Auf der anderen Seite therapiert die Schulmedizin mit ihren auch ausgezeichneten Möglichkeiten oft an den nicht vorhandenen Gesundheits-Interessen des Patienten vorbei und macht ihn trotzdem mindestens für den Moment gesund. Eine solche Vorgehensweise lässt oft Sinn vermissen und hat gewaltige Kosten-Konsequenzen, welche unter dem Begriff „Kosten" in diesem Kapitel „Hintergründe" abgehandelt werden. Sie müssten sich eigentlich auch bei den für das Gesundheitswesen im Staat Verantwortlichen niederschlagen.
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